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Der FDP-Parteivorsitzende will die Photovoltaik auf insgesamt33,3 GW
deckeln. Davon sind bislang 25 GW installiert, wobei alleine letztes Jahr 7,5
GW installiert wurden. Bereits im laufenden Jahr 2012 will Rösler den Zubau um
fast 90 Prozent auf ein Gigawatt zusammen streichen. Rösler beruft sich dabei
auf die Zahlen der Energieszenarien, die dem Laufzeitverlängerungs-Energiekonzept
der Bundesregierung zu Grunde gelegen haben. Die 33,3 GW wurden zwar nie
Bestandteil des Energiekonzepts, wurden von den Solargegnern in Union und FDP
aber immer wieder als Ziel benannt.
Diese Zahlen stammen übrigens von dem Energieforschungsinstitut EWI, das bekanntlich
zu einem relevanten Teil von E.ON und RWE finanziert wird, und dessen Leiter
eine Stiftungsprofessur hat, die von E.ON, RWE, Vattenfall Europe Mining sowie
der RAG finanziert wird. Pikanterweise widerspricht die Zielsetzung Röslers der
des nationalen Aktionsplans der Bundesregierung für Erneuerbare Energien, den
die Bundesregierung noch vor der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke nach Brüssel
geschickt hatte. In diesem wurden bis 2020 rund 52 GW für die Photovoltaik
angegeben - ohne dass dies übrigens ein Maximalwert war. Ob Rösler Brüssel melden
will, dass der nationale Aktionsplan der Bundesregierung nicht ernst gemeint
gewesen sei, ist nicht bekannt. Röslers Solarausstiegspläne finden vollkommen
unabhängig von der Kostenentwicklung des Solarstroms statt. Rösler will das
Ende des Solarzubaus sogar auch dann, wenn Solarstrom sehr günstig ist. Damit
liegt auf der Hand, dass es dem FDP-Parteichef nicht um die angebliche Kosteneinsparung
geht. Indem sich Bundeswirtschaftsminister Rösler auf die Energieszenarien von Vor-Energiewendezeiten
bezieht, beerdigt er damit auch formell die Energiewende. Hans-Josef
Fell

