Der getrocknete Gärrest wird gerne als Einstreu in Liegeboxen verwendet. Im niedersächsischen Varrel haben 1.000 Kühe ihren Platz auf getrockneten Gärresten gefunden.
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Landwirte und Biogasanlagenbetreiber aus Niedersachsen und
Mecklenburg-Vorpommern nutzen getrocknete Gärreste auch, um damit
Ställe einzustreuen. Das Material kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und
ist im Milchviehstall nahezu geruchlos. Im niedersächsischen Varrel
haben 1 000 Kühe ihren Platz auf getrockneten Gärresten gefunden. Durch
den Verzicht auf Stroh kommen weniger Keime „von außen“ herein,
außerdem wurde auch zugleich das Problem gelöst, dass eingestreutes
Stroh die Spaltenböden und Güllekanäle zusetzte. Die Gärreste aus der 1
MW-Biogasanlage, die mit Rindergülle und Maissilage betrieben wird,
werden zunächst mit zwei Pressschneckenseparatoren auf einen TS-Gehalt
von 25 bis 30 Prozent abgepresst, bevor sie in einen Bandtrockner der
Firma Dorset wandern. Die Anlage wurde bereits 2005 installiert und ist
daher bonusfähig.
Bis zur Weiterverwendung wird der getrocknete Gärrest unter Dach gelagert.
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Auch Christian Karp nutzt die Abwärme seiner 1,1 MW- Biogasanlage, um
Gärreste zu trocknen und als Einstreu verwenden zu können. Der
Agrarunternehmer aus der Nähe von Ludwigslust bringt mit einem
Pressschneckenseparator das feuchte Material auf einen TS-Gehalt von
etwa 25 Prozent. Nach dem anschließenden Durchlauf durch den
Dorset-Bandtrockner hat sich der TS-Gehalt auf etwa 80 Prozent erhöht.
Karp nutzt die getrockneten Gärreste aber nicht nur als Einstreu: durch
das von Dorset entwickelte Rückmischverfahren kann er ein Düngesubstrat
herstellen, das in der Konsistenz und im Nährstoffgehalt dem Zweck der
Düngung anzupassen ist. Der Vorteil der Rückmischung besteht darin,
dass die Nährstoffe in der Flüssigphase erhalten bleiben. Durch das
Eindampfen der Flüssigkeit erhöht sich der Nährstoffgehalt noch. Ein
Teil des Gärrestes wird beim Rückmischverfahren mit bereits
getrocknetem Material wieder gemischt. Durch die Konzentration steigen
die Gehalte an Kali, Phosphor und Stickstoff im Vergleich zum
getrockneten Feststoff mit vorgeschalteter Separation. Das Material ist
allerdings auch schwerer. Doch das muss kein Nachteil sein, erhöht sich
so die Transportwürdigkeit. Christian Karp verwendet das granulatartige
Material nicht nur als
Dünger für die eigenen Ackerflächen, sondern
verkauft ihn auch an andere Landwirte.
Material aus dem Dorset-Gärrestetrockner: transportwürdig und streufähig.
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Dass die Trocknung von Gärresten nicht nur ein Thema für große
Biogasanlagen ist, will Dorset mit dem Bandtrockner Piccolo unter
Beweis stellen. Mit einer Anschlussleistung von bis zu 200 kWth können
auch kleine Biogasanlagen ihre Gärreste zu
Dünger verarbeiten, auch
Getreide kann damit getrocknet werden. Die Anlage wird im Container
geliefert und benötigt keinen Platz in einer Halle zum Aufstellen. Mit
einer Außenbreite von drei Meter ist die „Piccolo“ etwas breiter als
ein Seecontainer, weil sich auf der ganzen Länge ein Wartungs- und
Servicegang befindet. Containertrocknungsanlagen baut Dorset bis 1 MW.
Für kompakte Trocknungsanlagen bis 500 kW bietet der Hersteller auch
ein Leasingkonzept. Die Kunden müssen die Anlage nicht gleich kaufen
und zahlen für die Laufzeit des Vertrages von zehn Jahren feste
monatliche Leasingraten. Lediglich die Betriebskosten sind zusätzlich
noch zu tragen.