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Montag, 21.05.2012
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Biogas | 04.02.2011 Redaktion Joule

Von der Börse zur Anlage

Ein Thema, über das sich nur wenige Betreiber einer Biogasanlage Gedanken machen, ist die Wahl des richtigen Stromversorgers. Dabei haben auch Betreiber von Biogasanlagen die Möglichkeit, ihre Stromversorger am Markt auszuwählen und davon zu profitieren.
von Edith Kahnt-Ralle

Oft ist die Entscheidung, zu einem anderen Stromversorger zu wechseln, eine Möglichkeit, die Betriebskosten der Biogasanlage weiter zu senken und dadurch den Anlagenbetrieb wirtschaftlicher zu gestalten. Dies gilt besonders für Anlagen ab einer elektrischen Leistung von 350 kW elektrischer Leistung und Volleinspeisung des erzeugten EEG-Stroms. Interessante Angebote macht hier z.B. die LandEnergie aus Neuburg, eine Tochter der Maschinenringe Deutschland GmbH.

Biogaserzeuger Martin Feirle spart Stromkosten, indem er günstigeren Strom über LandEnergie bezieht. Über das online-Portal kann er seinen Verbrauch sehr genau verfolgen (Foto: Lunzner).
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Biogaserzeuger Martin Feirle spart Stromkosten, indem er günstigeren Strom über LandEnergie bezieht. Über das online-Portal kann er seinen Verbrauch sehr genau verfolgen (Foto: Lunzner).
LandEnergie versorgt seit 1999 als unabhängiger und freier Stromanbieter Kunden im landwirtschaftlichen Bereich. Im Sondervertragskundensegment über 100.000 kWh Verbrauch mit RLM-Zählertechnik (diese Zählertechnik wird in der Regel bei Biogasanlagen ab einer Leistung von 350 kW eingebaut) hat LandEnergie sich unter anderem auf Versorgung von Biogasanlagen spezialisiert und bietet diesen Kunden individuell kalkulierte Preise an.

Ein besonderer Vorteil hierbei ist, dass der Strom direkt an der Strombörse eingekauft wird und die Preise je nach Börsenlage kalkuliert werden. So können Börsenschwankungen ausgenutzt und günstige Strompreise auf drei Jahre gesichert werden. Der Anlagenbetreiber weiß genau, welche Strombetriebskosten in diesem Zeitraum auf ihn zukommen und kann somit sicher kalkulieren.

Die Strombörse ist ein organisierter Markt für Strom ähnlich wie eine Wertpapierbörse. Als Produkt werden zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom gehandelt. Die Preisfindung erfolgt aufgrund von Nachfrage und Angebot. Je nachdem, welche Einkaufsstrategie ein Stromversorger verfolgt, deckt sich dieser zu bestimmten Zeitpunkten mit entsprechenden Strommengen ein und kann daraufhin entsprechende Preise kalkulieren.

Bei LandEnergie erfolgt die Angebotserstellung immer individuell aufgrund der jeweiligen Lastgangdaten der Abnahmestelle sowie aufgrund aktueller Börsenpreise. So können günstige Marktlagen ausgenutzt und Preise langfristig gesichert werden. „Natürlich kann auch LandEnergie nicht erahnen, zu welchem Zeitpunkt die Preise am günstigsten sind, doch aufgrund unserer Marktbeobachtungen können wir Empfehlungen sowohl an Neukunden als auch an Bestandskunden für einen günstigen Zeitpunkt aussprechen“, so Corina Wasem, Leiterin der Großkundenabteilung bei LandEnergie.
 
Martin Feirle vom Energiehof Thanner GmbH & Co. KG in Ummendorf betreibt seit 2006 eine Nawaro-Anlage auf Mais- und Grasbasis. „Unsere Anlage hat eine Leistung von 347 kWel“, so Feirle, der die Anlage gemeinsam mit dem Maschinenring Biberach-Ehingen, wo er Geschäftsführer ist, und einem Landwirt führt. So war es für ihn auch selbstverständlich, den Strom über LandEnergie zu beziehen.

Verbrauch-Peaks
 
„Mit einem Stromverbrauch von 120.000 kWh liegen wir unter 5 % im Bezug auf die erzeugte Strommenge“, so Feirle weiter. Außerdem habe man durch konsequente Optimierung den Verbrauch in Spitzenlastzeiten reduziert. Behilflich war dem Betreiber dabei das Onlineportal von LandEnergie, über das er seinen Verbrauch genau überwachen kann. „Einfach und schnell kann ich damit die Verbrauch-Peaks erkennen und systematisch verkleinern“, so Feirle. Den Zugang für das Onlineportal EnergyKronos können die Kunden von LandEnergie 100.000plus kostenfrei anfordern und benutzen. Es ermöglicht dem Benutzer einen genauen Überblick über die Verbrauchsdaten seiner Abnahmestelle und mehrere Möglichkeiten der Auswertung der Daten. Die Daten selbst werden durch den Leistungsgemessenen Zähler an den Netzbetreiber übermittelt, der diese anschließend dem Versorger zur Verfügung stellt.

Von der Börse zur Anlage
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Von der Börse zur Anlage
In der Regel erhält der Kunde nur anhand der Abrechnung einen Eindruck, wie sich sein Verbrauch verhält, da die Verbräuche vom Endverbraucher selbst nicht ausgelesen werden können. Die Verbräuche können tage, wochen, monats- und jahresweise ausgewertet werden. „Dadurch dass der Betreiber mit EnergyKronos genau beobachten kann, zu welchen Zeiten besonders hohe Leistungsspitzen da sind, kann dieser durch Änderungen von Einstellungen in der Anlage diese Spitzen herabsenken“, so Wasem.
 
Der Kunde bezahlt einen Jahreshöchstleistungspreis, das heißt, die höchste im Jahr benötigte Spitzenlast wird rückwirkend für das ganze Jahr berechnet. Durch verändertes Abnahmeverhalten (zum Beispiel durch Taktung der Einschaltzeiten der Rührwerke) kann deshalb bares Geld gespart werden. LandEnergie beliefert seine Kunden mit sogenanntem CO2-freiem Strom aus Wasserkraftwerken. Und das ohne merkliche Mehrkosten. 
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Keywords Biogasanlage | Markt | Strom erzeugen | Stromerzeuger | Stromverbraucher
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