Bushaltestellen und Taxistände erzeugen Solarstrom. Öffentliche Unterstände mit Solarmodulen von Kyocera ausgestattet
Kyoto / Neuss - Die Sekisui Jushi Corporation
(SJC) und Kyocera haben die gemeinschaftliche Entwicklung
von Eco-Shell (Eco-Shell ist der Produktname für den japanischen Markt. Dieses
Produkt ist nur in Japan erhältlich) bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um
einen vielseitig einsetzbaren Solarenergie-Unterstand. Das
neue Produkt soll an öffentlichen Plätzen eingesetzt werden, an
denen Unterstände Schutz vor Sonne und Regen bieten, wie
z.B. an Bus- und Taxihaltestellen, oder über Bänken und für
Fußwegüberdachungen.
Unterstände erstmals auf dem japanischen Markt
Eco Shell wird ab dem 20. Juli, nur auf
dem japanischen Markt, erhältlich sein und zielt auf Kommunen
und Privatunternehmen ab.
Eco Shell kombiniert herkömmliche Mehrzweck-Unterstände von
SJC mit einem Solarsystem von Kyocera und einer
energieeffizienten LED-Beleuchtung. Damit schaffen beide
Unternehmen einen umweltfreundlichen Wetterschutz, der als
Alternative zu den Unterständen dient, die man oftmals an
Bushaltestellen oder an anderen Orten in der Öffentlichkeit findet.
Sobald das Produkt erhältlich ist, werden Kyocera und SJC
Anwendungen für dessen Nutzung in ganz Japan vorschlagen.
Erdbeben verändert die Energiesituation
Aufgrund der Auswirkungen des Erdbebens vom 11. März und der
sich daraus ergebenden Situation im Hinblick auf Kernenergie,
werden in ganz Japan ernsthaft Maßnahmen zur Verringerung des
Energieverbrauchs eingeleitet. Darüber hinaus wurde dem
Umweltbewusstsein bei der städtebaulichen Planung ebenfalls
große Aufmerksamkeit gewidmet. Die Elektrizität, die von den Eco
Shell Systemen erzeugt wird, kann zum Beispiel zur Beleuchtung von Werbetafeln verwendet werden. Überschüssige Energie wird an
die Energieversorgungsunternehmen verkauft, womit den
Stromausfällen während des Sommers entgegengewirkt wird, die in
Japan erwartet werden. Darüber hinaus werden für die Beleuchtung
der Unterstände LEDs verwendet, die nur wenig Energie
verbrauchen, um sowohl den Stromverbrauch als auch die CO2-
Emissionen in der Nacht zu verringern.
Des Weiteren können die Unterstände im Falle einer Katastrophe
als Notstromversorgungseinheiten fungieren, da diese über
unabhängige Steckdosen verfügen, die z.B. zum Aufladen von
Mobiltelefonen oder anderen lebenswichtigen elektronischen
Geräten verwendet werden könnten.